Turnier 2003 - 15.-17. August

Ergebnisse

SpielerErgebnis (7 Runden)PlazierungGruppenbild 2003
Bild: Teilnehmer 2003
Malte561.
Dr. Chappner552.
Lu483.
Volker483.
Marci435.
Migo406.
Killi406.
Steckerl398.
HGR389.
Kurti389.
Dr. Suppe3711.
Nobbi3212.

Spielbericht

Der Cup steht bis nächstes Jahr auf einem Fernseher in Kösching! Spannung und Dramatik bis zum letzten Schlag - so ist Croquet. Alle Helden des phantastischen Rasen- und Outdoor-Sports kämpften mit Leib, Seele, Haken und Ösen in jeden Spiel im Holzschlag (Croquet-Park, Gunzesried) um jeden Punkt. Wenn sogar einem Easyman ein verzweifelter Brüller über seine zarten Lippen kommt, dann ist klar: Es ist verdammt ernst geworden, unser geliebtes Geländespiel. Akteure, welche vor 2 Jahren noch mehr Tore niedertrampelten als sie bespielten (Lu, Dr. Suppe) haben dieses Jahr den im Gästebuch angekündigten Gesamtsieg zwar noch nicht erreicht, aber mit doch recht achtbaren Platzierungen: Lu auf dem Treppchen, Dr. Suppe mit 2 Einzelerfolgen für Aufsehen gesorgt.

Star-Spielerin, Vorjahressiegerin und Top-Favoritin Kurti Liebhäuser wurde ins hintere Mittelfeld durchgereicht. Ein klarer Beleg für die mittlerweile vorhandene Leistungsdichte bei internationalen Großveranstaltungen dieser Art. Den Regensburgern steckte am ersten Spieltag die weite Anreise, der harte Vorabend und vielleicht die Höhenluft im zarten Heber-Händchen, so dass ebenfalls nur Platzierungen im Mittelfeld möglich waren. Unauffällig, stets zu fair und ohne echten Biss bemühten sich Migo und Christian vergeblich um Spitzenresultate während des gesamten Turniers – eine Enttäuschung. Hugo Reicherzer verhinderte am zweiten Spieltag mit 2 Einzelsiegen ein komplettes Regensburger Debakel. der zufriedene Champion

Die sehr harten Rahmenbedingungen: hohes Gras, Mountenbiker-Gelände und schwer gesteckte Rund- und Treiberkurse mit in Baumstümpfen steckenden Toren ließen den Freunden des gepflegten, technisch anspruchsvollen, Croquets keine echte Chance auf gute Resultate. Marsi und Killi hatten der gemeinen Heber-Technik nichts gleichwertiges entgegenzusetzen und gaben entnervt auf. Wenn dann noch dazu die technisch anspruchsvollen Treibschläge mit Golfer-Hüftschwung eines Easyman vom Winde verweht ins Wasser fliegen, bleibt für diesen Voll-Profi-Croquetier der ersten Stunde nur eins: der letzte Platz.

Den Sieg machten die Heber-Spieler: Malte, Foffi, Lu und Dr. Chapner unter sich aus. Beeindruckende Spielweise in Abwechslung mit kleinen Einbrüchen sorgten für ständige Führungswechsel und einen echten Show-Down am Sonntag Mittag im letzten Spiel. Foffi Traumann bricht, den Gesamtsieg fest vor Augen, am letzten Baumstumpf mental ein und trifft eine halbe Stunde den Stecken nicht. - So grausam kann Croquet sein! Dies ermöglicht dem Erfinder der erweiterten Hebertechnik: Malte, der im letzten Spiel von seinem Mitspieler Dr. Suppe durch den Parkour getragen werden musste, trotz eines schwachen Spiels den entscheidenden Schlag, Sorry: Heber zum Gewinn des lang ersehnten Cups. Die gewissenhafte Vorbereitung: alle wichtigen Utensilien und sogar Kleinigkeiten (Features) waren während des ganzen Wochenendes am Start, zahlte sich hier ganz klar aus. Dr. Chapner belegte mit einer überraschend konstanten, souveränen, Spielweise den 2. Platz – ebenfalls persönliche Bestleistung.

Kurz zusammengefasst: Es wird ernst, die neuen Regeln haben sich bewährt, es war hart aber fair, wir freuen uns auf das nächste Jahr im Altmühltal, dann wieder mit Frau Dr. Benedicter – oder sogar auf ein Winter-Croquet in Killis neuer Villa am Bodensee! (ml)