Turnier 2013 - 19.-21. Juli

PlazierungSpielerPunkteTurnier 2013
Bild: Turnier 2013
1. Kurti 58
2. Steckerl 46
3. Hans 44
4. Marci 41
5. Easy 39
5. Malte 39
7. Tom 38
8. Lu(*) 37
9. Helmut 29
10. Migo 27
11. Killi 25
(*) missed last two innings

Spielbericht 2013 - Der Lange Weg zum Triple

Otterbachtal (hintere Wiese): Nach vielen Jahren uferlosen Rumgegurkes: endlich, das Triple für den FC Bayern des Croquetsports: K. Liebhäuser junior. Nur 2 Personen durften bis zum heutigen Tage ihre Namen dreimal auf den Dr. Suppe-Croquet- Gedächtnis-Pokal ritzen lassen: die große, alte Dame des grünen Sports, Fr. Benedicter, die sich leider bei den letzten Turnieren rar machte und Norbert „Easy“ Kretzinger, dessen butterweicher Hüftschwung immer noch das HighEnd des Kugelsports darstellt. Ein Skandal erster Kajüte allerdings, dass er, als letztjähriger Champion, es nicht schaffte, einen Spielbericht zu verfassen, geschweige denn Urkunden zu drucken.

Die Teilnehmerzahl bei den 15.International Extreme Croquet Open erlebte dieses Jahr mit nur 11 Croquetten, trotz absoluten Traumwetters, einen Negativrekord. Selbst der Pokalspender, Dr. Norbert Helmut Alfred Suppe, nahm sich ein Sabbatical. Die weite Anreise kann da nicht als Ausrede gelten, da er ja von seinem persönlichen Chauffeur, Homeofficebetreiber und Triumphschieber Michael Killisperger, aufgesammelt worden wäre. Auch der Bamberger-Kurzfilm-Festival-Chef und Laientheaterakteur, Foffi Traumann hielt es nicht für nötig, sich zumindest abzumelden.

Dafür gab es mit Helmut Weiss einen Überraschungsgast, der gleich mit einem 3. und einem 2. Platz ins Turnier startete, dann aber zu stark dopte und nach hinten durchgereicht wurde (3 letzte Plätze am Stück, Endplatzierung: 9. Das Gegenteil war bei Easy der Fall, der uns diesmal ins Reich der elektrischen Fortbewegung entführte und nur knapp einer Fressepolierung durch das Mathetriumvirat entging, als er stundenlang versuchte 0 durch 0 zu teilen. Er verstand es meisterhaft, sich nach einem versemmelten Einstand ins richtige Level zu dopen, um dann die Runden 2 – 4 für sich zu entscheiden. Ein Einbruch am Ende des ersten Tages und eine vergurkte Schlussrunde brachten ihn um eine bessere Platzierung (5.). Ebenso wie Marci Renner, dessen Hausfrauentechnik nicht mit der in dieser Form zum ersten Mal ausgetragenen „Treibschlagrunde“ zurecht kam. Sonst aber eine grundsolide Leistung (4.). Ganz anders Hansi, der, angestachelt durch Malte, mit seinem Kinderschläger bewaffnet zur Höchstform auflief und Traumdrives aufs Geläuf zauberte. Danach war das Sportgerät zwar nur noch als Brennholz zu gebrauchen, am Ende stand aber ein beachtlicher 3. Platz. Die „gelbe Gefahr“, Malte Gustav Ola Loeprecht, der am Sonntag Geburtstag hatte und keinem einen ausgab, ist nur noch ein „Gefährchen“. Seit die schmutzige „Heberletechnik“ stark eingeschränkt wurde, ist der einstige Sieg- zum Handicapspieler mutiert. Da muss einfach mehr mit den Kindern im Garten geübt werden. Ein geteilter Platz 5 war noch sehr schmeichelhaft. Immer stärker wird dagegen Christian Strecker, der als einziger Spieler weltweit die komplizierte „Pharaonentechnik“ beherrscht und bei einem notgedrungenen Wechsel in die „Schrubbertechnik“ beinahe sein Gebiss einbüsste. Steckerl auf dem Stockerl, 2. Platz. Seit 2011 greift auch einer der Altvorderen des Croquetsports wieder mit Macht nach dem Pokal. Tom, vor zwei Jahren noch am Ende des Klassements, kommt immer besser in Schwung (7.). Langfristig ist da mehr möglich.

Letzter, mit allerdings beachtlichen 25 Punkten, Killi, dem die weite Anreise und die extremen Temperaturen zu schaffen machten. Das wird schon wieder. Das Gleiche gilt für Migo, der schlecht ins Turnier startete und danach nie seine Form fand (10.). Bis zu seiner überstürzten Abreise am Sonntagmorgen spielte Lu, der als Einziger auf einem indischen Croquetgymnasium im Siegerland (!) ausgebildet wurde, ein ordentliches Turnier. Da er für die letzte Runde nur einen Punkt gutgeschrieben bekam, Platz 8. Hätte man ihm seine Durchschnittspunktzahl 6 gegeben, wäre er auf Platz 4 gelandet.

Der spätere Sieger startete die erste Runde mit einem „Free Solo“ (d.h. ohne Handicapspieler) mit voller Punktzahl. Nach 5 Siegen bei 7 Runden musste die für Sonntagmittag vorgesehene Schlussrunde gar nicht mehr für eine Entscheidung sorgen. Uneinholbare 12 Punkte Vorsprung. So beschloss das Peloton der Hitze zu entfliehen, um sich im kühlen Stadel des Koreawirts einen Schweinebraten o.ä. einzuverleiben und dann die Heimreise anzutreten.

Insgesamt wieder eine gelungene Veranstaltung mit 2 Neuerungen: Die Kugel muss beim Abschlag mindestens eine Kugelbreite vom Stöckchen platziert werden. Und im nächsten Jahr wird das Turnier von den 3. Stockerlplatzierten organisiert. Platz und Veranstaltungsdatum müssen bis spätestens 1. Mai 2014 feststehen und an die übrigen Spieler weitergegeben werden.

Danke Jungs. Immer wieder ein Fest. (kl)