International Extreme Croquet Tournament 12.-14.07.2019

PlazierungSpielerPunkteTurnier 2018
Bild: Turnier 2019
1. Tom 54
2. Kurt 47
2. Easy 47
4. Bernhard 46
6. Migo 40
7. Häns 37
8. Killi 33
9. Colt 28
10. Malte 27

Spielbericht 2019

Eigentlich sollte die Überschrift des Spielberichts „Quo Vadis Croquet“ lauten, allerdings wäre das absolut sinnlos. Wir wissen alle, wohin die Reise geht.

Aber zurück zum eigentlichen Bericht.

Nach problembehafteter, dann aber doch schneller Terminfindung fand die bestgeplante Veranstaltung am 12. bis 14. Juli 2019 an einem fast unbekannten Ort, auf der Wiese vom Korea-Wirt in Altenthann statt. Malte hat wirklich organisatorisches Geschick bewiesen, es fehlte uns an nichts. Einzig auf die von ihm selbst mitzubringende Grillkohle und die Grillanzünder warten wir noch heute. Sein einziges Glück war hier die hervorragende Netzabdeckung seines Mobilfunkanbieters, um den noch anreisenden Sportskameraden Franz K. zu kontaktieren, um zumindest den notwendigen Bedarf an Grillkohle zu decken.

Aufgrund von Terminüberschneidungen, Bereitschaftsdiensten und kleineren gesundheitlichen Einschränkungen wird das Turnier nicht gerade als das mit dem größten Starterfeld in die Geschichte des Croquetsports eingehen, aber die Quantität wurde mit der hohen Spiel-Qualität wettgemacht. Folgende Croquetten fanden sich für das wohl bedeutenste Turnier des Jahres um den Dr.-Suppe-Gedächtnis-Pokal, der seit 1999 ausgespielt wird, ein (in Reihenfolge des Eintreffens an der Spielstätte): Foffi, Häns, Tom, Kurt, Bernhard, Easy, Migo, Malte, Colt und Killi. Bei der Spielersitzung, die traditionell am ersten Abend stattfindet, wurde noch über diverse Spielmodi diskutiert, was aber zu einem fast einstimmigen Ergebnis contra Hebertore führte. Durch das überschaubare Spielerfeld konnte mit fünf Zweierteams gespielt werden. Der erste Spieltag, an dem rekordverdächtig sieben Durchgänge gespielt wurden, trennte sich auch schon die Spreu vom Weizen. Bei einem fulminanten Start überraschte Tom in Kombination mit Kurt mit Spielfreude, großer Torkompetenz und Nervenstärke. Aber auch in der nachfolgenden Runde im Team mit Easy konnte niemand wirklich Paroli bieten. So kam es, dass nach dem ersten Spieltag die Überraschung perfekt war: Tom führte überlegen mit 10 Punkten Vorsprung auf die beiden Zweitplatzierten Kurt und Easy. Eine weitere Überraschung war der Einstieg des nicht mehr ganz so jungen Nachwuchsspielers Colt bei seinem Debüt, der mit zwei Siegen am ersten Tag auf sich aufmerksam machte. Einzig Malte lag deutlich hinter den Erwartungen Aller, aber vor allem von sich selbst zurück. Nach vier Spielen 6 Punkte, und das als selbsternannter Turniersieger 2019! Am zweiten Spieltag konnte dann nach der zweiten Spielrunde, die übrigens auf unbekanntem Terrain ausgespielt wurde, konnte dann der Turniersieger gekürt werden. Ein Turniersieg, der allen bisher nicht so erfolgreichen Spielern Hoffnung geben kann, der Auftrieb gibt für alle unter- und mittelklassigen Spieler: es kommt irgendwann „das“ Jahr!

Die Spieler in der Einzelkritik:

Malte

Der Vorjahressieger und gewaltig unter Selbstüberschätzung leidende Triathlet als Turnierletzter kann nur durch permanente und ausgiebige Vorbereitung auf das nächste Turnier an vergangene Erfolge anschließen. Wenn diese allerdings unterlassen wird, ist vorhersehbar, dass sich die Spielqualität des ersten Spieltags auch in den folgenden Jahren durchsetzen wird und er weiterhin mehr als Handicap-Spieler von sich Reden macht als als Führungsspieler. Ergebnis: Platz 10 mit 27 Punkten

Colt

Der Nachwuchsspieler, der extra aus Bonn angereist ist, machte durch fundiertes Fachwissen und unkonventionelle Spielweise auf sich aufmerksam. Bei Spielen mit den späteren Erst- und Zweitplatzierten blitzte eine noch zu entwickelnde Spielqualität auf, die durchaus Potential für mehr hat. Mit mehr Glück bei den Partnern am zweiten Spieltag wäre deutlich mehr möglich gewesen. Ergebnis: Platz 9 mit 28 Punkten

Killi

Ein Spieler, der oft unterschätzt wird, aber auch immer wieder an sich selbst zweifelt. Ein Spieler, der zu verkopft an die Sache herangeht, was ersichtlich wird, wenn er in einem lichten Moment aus dem Bauch heraus spielt ohne lange Konzentrationsphase. Dann nämlich gelingen die genialen Spielzüge, die auch deutlich erfolgreicheren Spielern ein Erstaunen in das Gesicht zaubert. Also, Killi, Kopf ausschalten, dann steht auch ein Platz auf dem Podest offen. Ergebnis: Platz 8 mit 33 Punkten

Häns

Ein respektables Ergebnis im Mittelfeld, der nun endlich den Kinderschläger abgelegt hat und bewiesen hat, dass mit richtigem Spielgerät auch bessere Ergebnisse zu erzielen sind. Leider kam diese Erkenntnis zu spät, aber hoffentlich wird er sich das einprägen, dann sind auch (wieder) Platzierungen im vorderen Bereich möglich. Ergebnis: Platz 7 mit 37 Punkten

Foffi

Vermutlich durch Ereignisse, die sich für September ankündigen, abgelenkt vom eigentlichen Geschehen. Insgesamt eine Konstante mit gelegentlichen Ausreißern nach unten, aber im Mittelfeld liegend und deutlich hinter den Vorjahreserfolgen zurück. Hoffnung macht aber der sich ankündende Spielernachwuchs, der dann in ca. 18 Jahren einen der Altväter des Croquetsports im Rollstuhl zu den zukünftigen Turnieren fährt. Ergebnis: Platz 6 mit 39 Punkten

Migo

Konstante Spielweise, klare Struktur, seiner Rolle klar gerecht werdend. Es wurde schon viel geschrieben über diese Konstante im Croquetsport, dies hier nochmals niederzuschreiben, würde zu ungewollten und ermüdenden Wiederholungen führen, die wir aber vermeiden wollen, im Gegensatz zu den auf diesem Konzept basierenden Fernsehsendern wie SAT 1 Gold oder RTL. Ergebnis: Platz 5 mit 40 Punkten

Bernhard

Eine seiner erfolgreichsten Ideen war der Umstand, seinen Brachialhammer zuhause zu lassen und auf den „Kinderschläger“ dieser Modellserie umzusteigen. Nun sind auch filigrane Schläge möglich. Allerdings sollte er beim Stecken von Kursen auf deren Bespielbarkeit achten, hier ist wohl immer noch der Brachialhammer in seinem Kopf. Daraus resultiert das Wassern und die zum Glück erfolgreiche Suche nach zwei Kugeln im Bach. Ergebnis: Platz 4 mit 46 Punkten

Easy

Leider nicht konstant genug, sonst wäre auch hier mehr drin gewesen. Durch den Einbruch beim ersten Spiel am zweiten Spieltag wurde die Möglichkeit auf einen Sieg verschenkt, möglicherweise lag es aber auch an der zu geringen Kaffee- oder was-auch-immer-Dosis oder aber an der frühen Stunde, dass hier das Potential nicht komplett ausgeschöpft wurde. Ergebnis: Platz 2 mit 47 Punkten

Kurt

Ein fulminanter Start mit dem späteren Pokalsieger, dann allerdings durch den einzigen Handicapspieler des Turniers zurückgeworfen, und zum Abschluss dann noch ein Traumator, so könnte man den Turnierverlauf beschreiben, der alle Höhen und Tiefen beinhaltete. Er sollte es nach den Worten halten, die Shakespeare Cäsar in den Mund legte: „Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein …“ Ergebnis: Platz 2 mit 47 Punkten

Tom

Es ist unglaublich, was die Kombination Losglück, begnadete Schläge, Halten des Alkohollevels auf dem richtigen Niveau und ein Quäntchen Glück ausmachen kann. Es zeichnete sich bereits bei den ersten beiden Spielen mit den beiden späteren Zweitplatzierten ab, was da auf die Croquetgemeinde zukommt. Vier Siege in Sieben Spielen, da reicht am zweiten Spieltag, den er vollkommen nüchtern spielen musste (vom Restalkohol abgesehen), Mittelmaß, um seinen ersten Turniersieg nach Hause tragen zu können. Wir sind gespannt, ob er in den Folgejahren dieses Niveau halten kann. Ergebnis: Platz 1 mit 54 Punkten

(tm)